Ineke Noordhoff übernimmt das Sekretariat von Karel Essink
Ineke Noordhoff übernimmt im Vorstand die Verantwortung von Karel Essink. Sie ist seit dem 1. Januar 2017 Sekretar der Stiftung “verdronken geschidenis”. Karel Essink bleibt noch Mitglied der Steuergruppe für die Stiftung, aber nicht ohne leitende Funktion.
Ineke Noordhoff ist Journalistin und studierte Landschaftsgeschichte bei Theo Spek. Zuvor arbeitete sie als Ökonomin für die Zeitungen “Trouw” und “de Volkskrant”, aber orientierte sich allmählich mehr auf die Landschaft. Sie war unter anderem in dem Projekt der Landschafts-Biographie für die Drentsche Aa - eine Publikation, die ein Team von Wissenschaftlern zusammengetragen hat. Nebenbei sind Bücher aus ihrer Hand bei Atlas / Kontakt erschienen. Im Jahr 2017 wird ein Buch veröffentlicht: Schaduwkust (Schatten-Küste), ein Buch über die Nordküste der Provinz Groningen.



Links: Rekonstruktionszeichnung des Riesenalks (Pinguinus impennis) in einer Brutkolonie. Rechts: Präparierter Riesenalk (collectie Naturalis, Leiden).

Vogelknochen auf dem Strand (Jan. 2017)
Der Riesenalk war ein sehr großer Alk; das Tier konnte bis 75 cm lang und etwa 5 kg schwer werden. Er konnte nicht fliegen, aber sehr gut schwimmen um Fische zu fangen. Diese Art kam in einem großen Bereich des nördlichen Atlantiks vor, wurde aber in kurzer Zeit durch den Menschen ausgerottet. Im Jahr 1844 wurde das letzte Paar auf einer kleinen Insel in der Nähe von Island getötet. Aus den Niederlanden sind bisher nur eine geringe Anzahl subfossiler Knochenfunde bekannt, unter anderem aus Südwest-Niederlanden. Funde von den Wattenmeerinseln liegen bisher nicht vor. An den Stränden können Funde von Knochen des Riesenalkes vorkommen, vor allem da, wo Sand des Nordseebodens als Strandergänzung aufgebracht wird.
Lesen sie mehr über Knochenfunde des Riesenalks.
Wenn Sie verdächtige Knochen am Strand finden, schicken Sie die bitte an Bram Langeveld, conservator Natuurhistorisch Museum, Westzeedijk 345, 3015 AA Rotterdam. Vergessen Sie bitte nicht, Fundstelle und Datum anzugeben. Sie können auch ein gutes Foto schicken an langeveld@hetnatuurhistorisch.nl , aber bitte mit einem Zentimetermaßstab fotografieren. Bei Funden in Deutschland sollte die zuständige Nationalparkverwaltung Wattenmeer informiert werden.


Geschichten von der Ems-Dollart-Küste - ein neues Projekt (Juli 2016)
Am 6. Juli wurde ein neues Projekt mit dem Ziel gestartet, Geschichten von und über die Ems-Dollart-Küste (genauer: Von Rottumeroog bis in den Dollart) für ein breites Publikum bekannt zu machen. Auf speziellen Vortragsabenden in der Küstenregion und auf Exkursionen mit Schiff oder Kleinbussen werden diese Geschichten erzählt. In diesem Projekt spielen mehrere (Kultur-)historische Organisationen und Bewohner dieser Küstenregion eine Rolle. Der erste Vortragsabend startet im September. Die Geschichten werden auf Internetseiten veröffentlicht und im Jahr 2017 wird ein Buch mit diesen Geschichten herausgegeben. Das Projekt wurde ermöglicht durch finanzielle Unterstützung der Provinz Groningen, der Gemeinden Eemsmond, Delfzijl und Oldambt, NAM BV, J.B. Scholtenfonds, Prins Bernhard Kulturfonds, VSBfonds und das Haus der Groninger Kultur. Auf dem Foto Mitglieder des Projektteams.


Historische Landschaftentwicklung im Friesland (NL) und Dornumer Bucht (April 2016)
Vor kurzem sind zwei Veröffentlichungen erschienen über die historische Entwicklung der Küstenlandschaft des Wattenmeeres. Der erste Aufsatz bringt Daten von einige nicht verwandte Studien in den Nordlichen Niederlanden zusammen.
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Um eine Rekonstruktion der historischen Entwicklung der Dornumer Bucht zu ermöglichen hat man im Museum ‚Leben am Meer‘ in Esens sehr genaue Höhenkarten auf der Basis der Deutschen Grundkarte 1:5.000 (DGK) selbst entwickelt.
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Neue Publikationen (Dezember 2015)
Im archäologisches Zeitschrift Westerheem erschienen zwei Beiträge. Karel Essink und Harm Jan Streurman berichten über Datierung von Holz und Fehn von ca. 15 m Tiefe im Nord-Groningen. Egge Knol und Albert Buursma präsentieren Funde von Steinzeitartefakten und Steingut(scherben) von den östliche Holländische Watteninseln.
Publikation von Karel Essink en Harm Jan Streurman
Publikation von Egge Knol en Albert Buursma






Neuer Mitglied des Vorstands
Schon im Anfanges dieses Jahres ist Drs. Yftinus T. van Popta zugetreten zu den Vorstand der Stiftung. Er ist maritimer Archäologe und arbeitet zur Zeit beim Institut für Archäologie (Uni Groningen) an einer Dissertation über die maritime Landschaft des heutigen Noordoostpolder (ehemaliger Zuydersee) im Bereich 1100-1400 AD. Erster Promotor ist Prof Dr. André von Holk.




Teil eines Schiffes aufs Strand (15 Juli 2015)
Auf das Strand von der Insel Ameland wurde ein Teil eines Schiffswracks aufgefunden. Das Teil ist ca. 8 m lang und 2 m breit. Auffallend sind die viele Holznägel zur Befestigung der Schiffswand.
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Altes Fehn im Dollart (4. Okt. 2014)
4. Oktober 2014 wurde im südlichen Dollart ein großes Plakat Fehn gefunden. Mitten im Dollart entwickelt sich möglicherweise eine neue Salzwiese.
Weiter lesen: In de Dollard – oud veen en een nieuwe kwelder?


Aufgefüllter alter Marschenpriel im Noordpolder (Oktober 2014)
Im Noordpolder nördlich von Warffum in der Provinz Groningen wurde beim Aufreinigen einer Grabenböschung das Profil eines verfüllten Marschenpriels sichtbar. Im unteren Bereich des Profils wurden drei verschieden Arten von Watt-Muscheln gefunden. Auf Grund vor Datierung von frührere Muschelfunde am Ort stammt der Marschenpriel wahrscheinlich aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts (und lag in einem damals noch nicht eingedeichten Heller).
Lies mehr: Opgevulde oude kweldergeul in de Noordpolder


Alte wattpriel gefunden (Juni 2014)
20. Juni 2014 wurde bei der Vergrösserung der Beatrixhafen (Eemshaven, NL) ein alte Wattpriel angeschnitten die offenbar schnell mit Sand wieder aufgefüllt wurde. Ein Exemplar der Baltische Plattmuschel (Macoma balthica) wurde mit C14-analyse datiert auf ca. 1300 nach Christi Geburt.
Weiter lesen: Bezoek Beatrixhaven en schelpdatering


Alte Funde auf Rottumerplaat (18. März 2014)
Am Weststrand der Insel Rottumerplaat wurden zwei alte Objekte aufgefunden. Einer war eine Scherbe aus dem ersten Jahrhundert; die andere war ein fossilisiertes Beinstück einer prähistorischer Fisch.
Die Randscherbe gehörte zu einem Koch- oder Vorrätsgefäss aus dem ersten Jhdt. und ist das älteste aufgefunden menschliches Artefakt von den östlichen Inseln Simonszand-Rottumerplaat-Rottumeroog im niederländischen Wattenmeer. Das Beinstück (cleitrum) gehört zum sogenannten Kieferbogen einer an den heutigen Schellfisch verwandte Beinfischart aus dem Pliozän.
Weiter lesen:
1. Scherven op het strand van Rottumeroog en -plaat
2. Verslag verkennend onderzoek 18-03-2014


Der Ausbau des Emsfahrwassers zwischen Papenburg und Leer – die Umgestaltung eines Flusslaufes seit 1892.
Flüsse waren immer schon wichtige Verkehrswege, nur hat sich das Ausmaß des Transportes mit dem Eintritt ins Industriezeitalter gewaltig vergrößert. Darüber hinaus hatten Flüsse durch ihre Hochwässer aber auch ein Gefahrenpotential für den dort lebenden Menschen. Beide Gründe führten zu einer Umgestaltung der Flussläufe, sobald dies technisch möglich wurde. Ein gutes Beispiel dafür ist die Ems. Wir wollen den Abschnitt zwischen Papenburg und Leer betrachten.
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Wrack unter Ameland (15. Dezember 2013)
Wattführer Lammert Kwant fand ein Wrack eines kleinen eisernen Schiffs südlich von der Insel Ameland. Es handelt sich hier wahrscheinlich um dem Schiffbruch der dänische Schaluppe “Agathe“, in 1948. Zwei Artikel in der Zeitung ‚Leeuwarder Courant‘ erzählen mehr dazu. Weiteres:
1. Persbureau Ameland
2. Wadgidsenweb 2.0

Wattuntersuchung bei Simonszand (21. Sept. 2013)
Bei einer Wattuntersuchung südlich der Insel Simonszand fanden wir Kleiablagerungen die möglicherweise Reste von alten Salzwiesen sein könnten. Am 21. September wurde das mal richtig untersucht. Die Bohrungen zeigten aber eine Wechselschichtung von schlick und sandiges Material, wie sich das unter natürliche Zustände im Watt ablagert. Weiteres (in Niederländische Sprache):
1.Oude kwelderafzettingen in het wad onder Simonszand
2.Verslag sedimentologie Simonszand sept. 2013


Jordsand – eine verschwundene Insel
Die weiß aufleuchtende Sandbänke zwischen Sylt und Dänischem Festland auf diesem Satellitenbild zeigen der Position der ehemalige Insel Jordsand. John Frederiksen, Ribe, schrieb diese Kurzfassung der Inselgeschichte. Die Insel war 1644 Zeuge einer Seeschlagt zwischen Dänemark und eine kombinierte Schwedisch-Holländische Flotte.
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Sturmflut 1509 – Geschichte der Dollart (2. Sept. 2013)
Dieser Monat erscheint ein Buch über Geschichte und Einwohner des Niederländisch-Deutschen Grenzgebietes. Das Buch ist in Niederländische Sprache und enthält 13 Kapitel. Der Preis ist 21,00 Euro.
Inhalt und Bestellungsweise.


Feuerschlag gefunden auf Ameland (23. Aug. 2013)
Am Strand auf der Insel Ameland fand Jo Soolsma (Wageningen) einen Feuerschlag . Dieses Stück Feuerstein wurde im 18. Jahrhundert vielfach verwendet in Gewehren und Pistolen. Auf Ameland gab es schon mehrmals Funde von diesen Artefakten.


Feuerschlag

Fundabende auf Vlieland (1. März 2013) und Spiekeroog (8. März 2013).
Dieses Jahr waren für unsere Fundabende zwei Wattemeerinseln an die Reihe, einer in den Niederlanden, und einer in Niedersachsen.

Vlieland: Am 1. März 2013 organisierte die Kulturhistorische Vereinigung Eylandt Flielandt in Zusammenarbeit mit dem Besucherzentrum De Noordwester und der Stichting Verdronken Geschiedenis einen Bestimmungsabend für archäologische Funde anlässlich ihres vierzigjährigen Bestehens. Viele Insulaner haben diese Chance genutzt und ihre Fundstücke von den Archäologen, Geologen, Schifffahrts- und Holzfachleuten, Ökologen und Geomorphologen der Stichting Verdronken Geschiedenis bestimmen lassen. Die Ergebnisse waren aufsehenerregend. Weiteres...


Havelte-Spitze

Spiekeroog: Nach Borkum ((2011) und Juist (2012) war jetzt der Insel Spiekeroog an die Reihe. Der Fundsichtung, organisiert in Zusammenarbeit mit dem Inselmuseum, fand statt im „Kogge“, Haus des Gastes. Die historische Fundobjekte der Insulaner werden vorgelegt an ein Expertenteam vom Niedersächsischen Institut für historische Küstenforschung (NIhK, Wilhelmshaven) und der archäologische Dienst der Ostfriesische Landschaft (Aurich). Auch niederländische Experten waren dabei anwesend. Das Publikum von ca. 20 Personen zeigte eine sehr variiertes Fundspektrum.
Dr. Sunhild Kleingärtner (NIhK) präsentierte das neue Untersuchungsprojekt zur Besiedlungs- und Kulturgeschichte des Niedersächsischen Wattenmeerraumes. Dr. Axel Heinze (Museum ‘Leben am Meer’, Esens) zeigte Foto’s von archäologische Funde, die man so auf dem Watt beobachten kann.
Das Fundspektrum was sehr wechselnd: Knochen von Vieh, fossile Meeresschnecken, rotbackende Tonscherben aus dem 16. Jahrhundert, und viele Flaschen, z.B. eine Weinflasche vom 17. Jh.