Exkursion durch das Gebiet der ehemaligen Middelzee (23. November 2012)
Zum Ende des Internationalen Wattenmeer-Symposiums (21.-23. November, Leeuwarden) wurde unter der Leitung von Prof. Gilles de Lange eine Busexkursion veranstaltet, die durch die historische Landschaft der früheren Middelzee führte. Die Middelzee war eine weit nach Süden einschneidende Meeresbucht, die in der Nähe des heutigen Bolsward in westlicher Richtung über die Marne über eine weitere Verbindung zum Wattenmeer verfügte. Leeuwarden lag lange Zeit am östlichen Ufer der Middelzee. Das Flüsschen Boorne mündete südlich von Leeuwarden in die Middelzee. Um das Jahr 1.000 begann man mit den ersten erfolgreichen Eindeichungen. Das Gebiet östlich der Middelzee heißt Oostergo, im Westen liegt Westergo.
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Besuch am Knuppeldamm im Jadebusen (10. November 2012)

Nur Pfahlenden sichtbar


Damm mit Aufwuchs von Miesmuscheln und Pazifischen Austern

10-11-2012 wurde der Knuppeldam (Buschdamm) imJadebusen besucht (sehe Bericht von März 2012). Dieser Damm wurde 1854gebaut. Reste waren noch sichtbar: eine doppelte Reihe von Pfahlen mit ca. 3 meter Abstand. Zwischen den Pfahlen war Reisholz. Das östliche Teil der Damm war unter Sand und Schlick. Das westliche Teil war durch Miesmuscheln und Pazifischen Austern bedeckt. Das westliche Ende der Damm war durch die Wasserstand nicht sichtbar. Von Deutscher Seite wurde durch u.A. Mitarbeiter des Institut für historische Küsterforschung und des Nationalparkamtes teilgenommen.
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Exkursion in die Vergangenheit (Kreiszeitung Wesermarsch, 17. November 2012)


Reste eines Schiffswracks aus dem 18. Jahrhundert (Juli 2012)

Wrackreste (Foto: Henk Postma)


Erodierender Dünenfuß (Foto: Henk Postma)

An der Ostspitze von Terschelling (Boschplaat), in der Nähe von Strandpfahl 27, wurden im Juli 2012 Reste eines Schiffswracks im Brandungsgürtel gefunden: Spanten und die daran befestigten Planken. Mit Hilfe eines Radladers wurde das Wrack weiter auf den Strand gezogen. Der Wattwanderer/Fotograf Henk Postma und der Archäologe Egge Knol konnten für das Gebiet östlich von Pfahl 23 einen Abtrag größerer Sandmengen feststellen. Dadurch ragen die Pfähle des ehemaligen Rettungshäuschens jetzt 1 m bis 1,5 m aus dem Sand hervor, im vorigen Jahr waren es kaum 30 cm. Möglicherweise ist auch am Vorufer viel Sand erodiert, sodass das Wrackteil frei kam und zu treiben begann.




Glasperlen und Kupferstäbe (Foto: Museum ´t Behouden Huys)

Ein Teil der Fracht befand sich noch im Wrackrest, darunter eiserne Angeln, Kupferstäbe, kupfernes Kochgeschirr, Keramikfragmente und ein kleiner Vorrat an Glasperlen. Nach Ansicht des Terschellinger Museums ´t Behouden Huys handelt es sich möglicherweise um ein Schiff aus der ersten Hälfte (?) des 18. Jahrhunderts. Die Kupferstäbe stammen wahrscheinlich aus Schweden. Die Perlen dienten als Tauschobjekte, vielleicht in Westindien. Was die Bleiplombe (Foto s.u.) für die Kupferstäbe angeht, tappt man noch völlig im Dunkeln. Auf der Bleiplombe ist ein Doppelkopfadler abgebildet; allerdings gibt es viele Städte in Europa, die einen solchen in ihrem Wappen tragen.


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Die versunkene Nordfriesische Insel Strand (April 2012)
13-15 April wurde eine Exkursion gemacht nach die Insel Nordstrand, ein Rest des in 1634 durch einen Sturmflut zerstörte Insel Strand. Dabei wurde auch das Inselmuseum Nordstrand und das NordseeMuseum – Nissenhaus in Husum besucht.
Siehe hier für ein Bericht dieser Exkursion.
Siehe hier für die brochure Rungholt ein Mythos wird enträtselt.
Siehe hier für die Presseinformation von Dr. Dirk Meier.


Noch einmal: Landverluste im Jadebusen (März 2012)
Im nordöstlichen Jadebusen existierten bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts noch einzelne Inseln, die „Oberahneschen Felder“, bei denen es sich um die Reste eines abgetragenen Deichvorlandes handelte. In den 1930er Jahren wurden sie noch beweidet (vgl. Foto in Linke 1939). Der pensionierte Wattenforscher Hermann Michaelis fand hier in den 1970er Jahren einen freigespülten Knüppeldamm. Dieser Damm, 1854 von Butjadingen aus zu den Oberahneschen Feldern angelegt und Ende des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der Vergrößerung des Marinehafens in Wilhelmshaven (teilweise?) wieder abgebrochen, hatte zur Zeit seiner Wiederentdeckung bestimmt ein halbes Jahrhundert unter Sand und Schlick gelegen. Ob dieser Damm auch jetzt noch sichtbar ist, ist uns nicht bekannt.
topografischen Karte von Lecoq
Ausschnitt aus der topografischen Karte von Lecoq (1805-1814)


Die verschwundene Insel Arngast im Jadebusen (März 2012)
Zwischen Dollart und Weser liegt südlich von Wilhelmshaven der Jadebusen. Diese Bucht verdankt ihre Entstehung mehreren Meereseinbrüchen seit dem 13. Jahrhundert, in deren Zuge viel Land sowie ein Dutzend Dörfer von der Bildfläche verschwanden. Einzelne kleine Inseln konnten sich noch einige Zeit behaupten. Dieser Ablauf ähnelt der Entstehungsgeschichte des Dollart – nur dass dieser ein paar Jahrhunderte später entstand.
Am 15. März 2012 machte Wattführer Lammert Kwant eine Tour von Dangast zu den Überresten der früheren Insel Arngast (siehe: W@dgidsenWeb 2.0...). Dabei fand er u. a. sechs alte Baumstümpfe. Ingo Eichfeld, tätig am Niedersächsischen Institut für historische Küstenforschung (NIhK) in Wilhelmshaven, machte uns auf eine Publikation von F. Buchenau (1873) aufmerksam, in der diese Eichenstümpfe auf Arngast beschrieben werden. In einer Veröffentlichung von 1907 erwähnt H. Schütte Eichen, die im pleistozänen Sand wurzeln (Die untergegangene Jadeinsel Arngast. Abhandl. Naturwiss. Vereins Bremen XIX: 95). Eichenwälder sind in diesem Gebiet bis in das 15. Jahrhundert dokumentiert, danach nicht mehr. Die von Lammert Kwant gesichteten Baumstümpfe dürften somit aller Wahrscheinlichkeit nach ins 15. Jahrhundert oder früher datieren.

Baumstümpfe bei Jadebusen


Geschichte von Punt van Reide (Feb. 2012)
Der Dollart entstand im 15./16. Jahrhundert infolge drastischer Niveauabsenkungen in den damals kolonisierten küstennahen Moorgebieten sowie einer Reihe von Durchbrüchen im Uferwall der Ems. Von diesem Uferwall sind drei Abschnitte erhalten geblieben: die Strecke von Pogum südwärts in Richtung Weener, die ehemalige Insel Nesserland (heute im Emdener Industriegebiet gelegen) und Punt van Reide. Von Punt van Reide weiß man, dass es dort Festungsanlagen (aus dem Achtzigjährigen Krieg) und eine Wurt gab, doch liegen keine ausführlichen Beschreibungen vor. Archäologisch ist der Platz nie untersucht worden. Zwar hat eine Bohrung gezeigt, dass der Untergrund aus einer dicken, festen Schicht von Uferwallsedimenten besteht, die anscheinend sehr erosionsbeständig sind, doch werden auch die Uferschutzmaßnahmen (Buhnen, steinerne Deckwerke) ihren Beitrag zum Erhalt der Landzunge geleistet haben. Ein pleistozäner Kern konnte nicht nachgewiesen werden. Aus dem nahe gelegenen Dollart sind archäologische Funde bekannt: Münzen und Fragmente einheimischer Keramik aus der Römischen Kaiserzeit. Die Wurtenkette auf dem linken Emsuferwall, zu der Westerreide und Nesserland einst gehörten, bestand auf jeden Fall schon in der Römischen Kaiserzeit, teilweise auch schon früher. Genügend Gründe, um Punt van Reide einer näheren Betrachtung zu unterziehen.
Dank der Unterstützung der Stiftung Groninger Landschap, die das Gebiet verwaltet, konnten zwei Exkursionen nach Punt van Reide durchgeführt werden (Feb. und Sept. 2011). Zunächst wurde die aktuelle Höhenkarte (Actueel Hoogtebestand Nederland/AHN) mit der tatsächlichen Situation vor Ort verglichen. Im September wurden Bodenradaruntersuchungen und Sondierungen mit einem einfachen Bohrer durchgeführt. Die vorläufigen Ergebnisse unserer Feld- und Archivforschung wurden im Februar 2012 der Belegschaft und dem Beirat der Groninger Landschap vorgestellt. Eine zweite Bodenradar-Untersuchung, die ein detaillierteres Bild vom Untergrund liefern soll, wird später in diesem Jahr (2012) an ausgewählten Orten stattfinden.

aktuelle Höhenkarte

Fundsichtung auf Juist (D) (24. Februar 2012)
In Zusammenarbeit mit dem Küstenmuseum und Heimatverein auf Juist wurde am 24. Februar ein Fundabend organisiert. Experten der Niederländische Stiftung Versunkene Geschichte und der Ostfriesische Landschaft, Aurich waren dabei um die Funde zu Begutachten und zu bestimmen aus welcher Zeit die stammen.
Vondstenavond op Juist
Der Fundabend erbrachte Ergebnisse, die die Zeit von Chr. Geburt bis zum 2. Weltkrieg abdeckten. Weiteres...


50. Jahrestag der Sturmflut von 1962 im Rheiderland (17/18/19. Februar 2012)
Um die Erinnerung an die Sturmflut von 16-17. Februar 1962 und Beinahe-Katastrophe im Rheiderland für die Nachwelt zu erhalten, hat der Filmemacher Hans-Erich Viet eine Dokumentation in plattdeutscher Sprache gedreht. Diese wurde an drei aufeinanderfolgenden Tagen im Rheiderland gezeigt. Die Vorstellungen waren ausverkauft! Der Film wird später auch auf DVD erscheinen.
Zugleich erschien ein Buch „Die Sturmflut“, verfasst von Lorenz Birkner aus Leer. Er sprach mit vielen Zeitzeugen. Die Zeitzeugenberichte werden abgerundet durch Aufsätze über Themen wie Deichbruch, Sturmfluten und Polderentstehung. Das Buch wurde herausgegeben von der Rheider Deichacht bei Verlag H. Risius KG in Weener. Preis: € 12,00.
In Pogum wurde am Sonntag, 19. Februar, eine bronzene Windfahne auf dem Dollart-Denkmal beim Schöpfwerk enthüllt.


Vortrag: Austern in Wattenmeer (Ameland – 19. Januar 2012)
Am 19. Januar gab Karel Essink ein Vortrag auf der Insel Ameland. Es wurde dabei auch erzählt über den Versuch auf Ameland Austernbänke zu benützen im Anfang der 18. Jahrhundert. Der Vortrag fand statt im Restaurant „De wijde Blik“in Ballum, Ameland für ein Publikum von ca. 35 Personen.

Neue Rinne südlich van Simonszand (Januar 2012)
In der Sturm von Anfang Januar ist die Wasserscheide südlich von der Insel Simonszand durchgebrochen. Es ist eine schiffbare Querverbindung zwischen den Rinnen Eilanderbalg und Spruit zustande gekommen. Diese Entwicklung wurde bereits vor einigen Jahren durch Wattführer beobachtet und angesagt.
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Drs. J.A.J. Stam



Neues Mitglied der Stiftungsvorstand
Januar 2012 verstärkte Frau Drs. Joan Stam den Stiftungsvorstand. Frau Stam war Bürgermeister von De Marne und kennt sich gut aus in politische und Verwaltungsangelegenheiten im Wattenmeergebiet.





Vorlesungen Wattenmeer Welterbe
Professor Jos Bazelmans von der Niederländische Waddenacademie organisierte eine Reihe von Vorlesungen an der Vrije Universiteit in Amsterdam. Behandelt wurden u.A.
  • Holozäne Küstenentwicklung in den Nordliche-Niederlanden (durch Drs. Peter Vos)
  • Paradox der Naturschutz in einer veränderliche Welt (door Prof. Dr. Peter Herman)
  • Kulturhistorische Werte im Wattenmeergebiet (durch Prof. Dr. Jos Bazelmans)
    Für die Videoregistrationen – nur in holländischer Sprache -dieser Vorlesungen gehe nach: http://www.waddenacademie.nl/Collegereeks_Wadden_Werelderfg.440.0.html


    Geheimnisvolle Kreise im Watt (Ameland, November 2011)
    cirkels van klei
    Mysteriöse Kreise im Watt brachten viele zum nachdenken. Was könnte das sein? Etwas archäologisches oder etwas anderes? Die Lösung kam nach einigen Wochen. Eine Frau hatte hier ein Labyrinth gebaut aus Stücken aus der Salzwiese.
    Weiteres: info: www.persbureau-ameland.nl/pages/nieuws.aspx?id=6764637a-34e3-4738-9b5f-38ca8af5032b


    Tag der Oldambter Geschichte – 26. November, Winschoten.
    Im Theater De Tramwerkplaats, wurde eine Kulturhistorische Markt gehalten. Auch ist heute der neue Canon van het Oldambt in Buchladen zu bekommen. Weiteres: www.historischcentrumoldambt.nl
    Der Stiftung Versunkene Geschichte zeigte mittels paläogeografische Karten eine Rekonstruktion der Landschaft im Dollartgebiet während die letzte zwei Millenniums. Erwähnenswert ist eine schöne Radfahrtbeschreibung durch die Landschaft des Oldambts.
    Weiteres: www.landschapoldambt.nl

    dr. Albert Buursma


    Maritimes Erbe – 11. November, Den Helder
    Unter dem Titel Het Verhaal van de Wadden fand ein Treffen statt in Den Helder. Der Stiftung Versunkene Geschichte presentierte dort u.A. seine Arbeitsweise und Ergebnisse einiger Projekten.
    Eine Zusammenfassung findet man auf: www.waddenzee.nl/Gebiedsidentiteit_en_toerisme.2783.0.html



    Sturmfluten und verschwundenen Inseln im Wattenmeer (Vortrag am 31. Oktober 2011)
    Von der niederländische Waddenakademie wurde ein Treffen organisiert im Filmhuis, Leeuwarden. Vorträge wurden gehalten und Filmmaterial gezeigt über die verschwundenen Insel Bosch (Stiftung Versunkenen Geschichte) und den legendarischen Stadt Rungholt in Nord Friesland (Dr. Dirk Meier). Der Kinosaal war gefüllt mit mehr als 80 interessierte Zuhörer/Zuschauer.
    Weiteres auf: www.waddenacademie.knaw.nl.


    Wollnashornknochen auf Texel (21. Oktober 2011)
    Am Strand der Insel Texel wurde ein 50 cm langer Oberarmknochen einer Wollnashorn aufgefunden. Diese ist wahrscheinlich durch eine Strandaufspülung aufs Strand geraten. Der Knochen wird jetzt im Naturzentrum Ecomare prepariert.


    Kulturerbe im Wattenmeergebiet
    Im Rahmen der Wattenmeerzusammenarbeit wird eine Inventarisation des Kulturerbes im Wattenmeergebiet vorbereitet. Stiftungsvorsitzender, Theo Spek, nam an den Beratschlagungen in Ribe (Mai) und Hannover (September) teil. Weitere Treffen der Arbeitsgruppe sind geplant.


    Fundsichtung auf Borkum (D) (25. März 2011)
    In Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Borkum wurde auf der deutschen Insel ein Abend veranstaltet, bei dem die Strandläufer ihre Schätze präsentieren konnten. Etwa 25 Personen nahmen die Gelegenheit wahr und kamen mit verschiedensten Funden, von fossilen Seeigeln bis hin zu Boden- und Wandfliesen des 19. Jahrhunderts. Die Objekte wurden von einem Expertenteam beurteilt, das aus Dr. Egge Knol (Groninger Museum), Dr. Axel Heinze (Wattenforscher, Esens) und Archäologen der Ostfriesischen Landschaft (Aurich) bestand.
    Die ältesten und damit für Borkum besonders wichtigen Neufunde waren eine Kugeltopfscherbe aus dem 12./13. Jahrhundert und eine kleine Merkurplastik aus Bronze, die vermutlich aus der Römischen Kaiserzeit stammt. Eine nähere Untersuchung muss diese Hypothese noch bestätigen.
    Funde dieser Art belegen das Interesse, das die lokale Vorgeschichte bei der einheimischen Bevölkerung genießt.
    Mehr dazu auf http://www.heimatverein-borkum.de/index2.php?page=2011.


    Vortrag: Die verschwundene Insel Bosch (9. März, 2011)
    Hidde Feenstra und Albert Buursma gaben bei den „Groninger Archieven“, Groningen, ein Vortrag über die Insel Bosch im Wattenmeer seit dem Mittelalter bis die Wiederentdeckung der Insel in 2008. Es gab ein interessiertes Publikum von ca. 150 Personen.


    Neue Vorsitzender der Stiftungsvorstand ( 22. Februar, 2011)
    Wegen seiner Übersiedlung aus Groningen trat Prof. Dr. Dick de Boer zurück als Vorsitzender der Stiftungsvorstand. Sein Nachfolger ist Prof. Dr. Theo Spek, seit 2010 Hochschuldozent für Landschaftsgeschichte an der Universität Groningen.


    Feuerstein
    Feuerstein am Ameländer Strand
    (19 februari 2011)

    Nahe der Niedrigwasserlinie am Ameländer Strand fand N.N. ein bearbeitetes Stückchen Feuerstein. Nach Aussage von Evert Kramer (Fries Museum, Leeuwarden) muss das Stück zu einem Gewehr gehört haben. Diese Feuersteine oder Flinte wurden in Südostengland oder Nordfrankreich gefertigt, wo es reiche Feuersteinvorkommen in den Kalkfelsen gibt. Die Feuersteine wurden in Gewehren und Pistolen benutzt (vor allem im 18. Jahrhundert), bevor Patronen mit Zündhütchen üblich wurden.
    Vom Ameländer Strand sind bereits mehrere Exemplare bekannt; möglicherweise stammen sie von einem Schiffswrack.


    Vortrag: Austern im Wattenmeer - Von steinzeit bis heute (16. Februar 2011)
    Am 16. Februar 2011 gab Karel Essink ein Vortrag bei der Drentse Praehistorische Vereiniging in Assen (NL). Der Vortrag erzählte über die Europäische Auster (Ostrea edulis) in der Steinzeit (Ertebølle-Kultur), Römischer Zeit bis in die 17. Jht bis das Verschwinden um 1950. Ab ca. 2000 tauchte eine neue Art, die Pazifische Auster (Crassostrea gigas) im Wattenmeer auf, und änderte die Landschaft weitgehend.


    Eine neue Spurensuche auf Engelsmanplaat (6. November 2010)
    Weitere Beobachtungen van Fundamenten der alten Kaapen wurden gemacht. Aus rezentere Zeiten wurden Pfalenreien und Vermessungspunkten gefunden. Dazu noch einige Scherben und geschmolzenes Glas. Die Untersuchungen gehen weiter in 2011.
    Spurensuche auf Engelsmanplaat


    Tag der Groninger Geschichte (16. Oktober 2010)
    Dieser jährlich zurückkehrender Tag war dem Thema „Land und Wasser“ gewidmet. Der Stiftung Versunkene Geschichte präsentierte sich dort zusammen mit der Arbeitsgruppe Archeologie Unter Wasser und Museumhuis Groningen. Es gab schwischen 11:00 und 17:00 Uhr ein ganz interessantes und variiertes Program mit vielen Besuchern. Weitere Auskünfte auf www.dagvandegroningergeschiedenis.nl.


    Sturmflut 1509 – LAK erhält Innovationspreis
    Die Ländliche Akademie Krummhörn (LAK), unser deutsche Partner im Projekt ‘Sturmflut 1509’, hat den mit 10.000 Euro dotierten deutsche ‘Innovationspreis Soziokultur 2009’ erhalten. Nach Auffassung de Vergabejury ist es mit dem deutsch-niederländischen Projekt ‘Sturmflut 1509 – Versunkenen Dörfer – Verdronken Geschiedenis’ in herausragender Weise gelungen den Menschen in der Regio ein Stück gemeinsamer Geschichte näher zu bringen und darüber auch Impulse für Weiterentwicklung der ländlichen Kulturarbeit zu geben. Die Verleihung des Innovationspreises Soziokultur fand statt am 12. Mai 2010 in Krummhörn-Loquard.


    Fundsichtung auf der Insel Terschelling (22. März 2010)
    Am Montag 22. März wird wieder einen Abend organisiert, an dem Finder von antiken Objekten die Möglichkeit haben, ihre Funde einem Expertenteam vorzulegen. Ort und Zeit: Dorfshaus De Stoek, Hoorn/Terschelling; ab 20:00 Uhr.
    Diese Abend wird organisiert in zusammenarbeit mit der insulaner Verein Skylge myn Lântse. Die Organisatoren haben die Hoffnung damit vielleicht etwas mehr Licht in einige (noch) dunkle Kapitel der Terschellinger Geschichte bringen zu können.


    ein Bodenteil von Rotirdenware, auf der Scheibe erstellt



    Topfscherbe gefunden auf Engelsmanplaat (Januar 2010)
    Harmen en Henk Boer fanden auf den Engelsmanplaat ein Bodenteil von Rotirdenware, auf der Scheibe erstellt, außen und innen glasiert, deshalb jünger als 17./18. Jahrhundert.
    Es handelt sich hier um typischer Schiffsabfall.
    Für Fundmeldungen siehe hier.





    ein Bodenteil von Rotirdenware, auf der Scheibe erstellt


    Spurensuche auf Engelsmanplaat (18. Oktober, 2009)
    Auf der Exkursion zur Engelsmanplaat, die am 18. Oktober von Verdronken Geschiedenis durchgeführt wurde, wurden die östlichen Ränder des Pinkegat/Smeriggat auf Spuren im Untergrund sowie auf mögliche Siedlungsfunde hin untersucht. Mehr zu ...


    Versunkene Dörfer in Zeeland (13-15. Oktober, 2009)
    Das Projekt über die versunkeke Dörfer in Zeeland der Stiftung Kulturelles ErbeZeeland (SCEZ) wurde abgeschlossen mit dem Enthüllung eines Denkmals in Colijnsplaat. Auch gab es ein Workshop, worin Dr. Albert Buursma erzählte über die Arbeitsweise und Ergebnisse der Stiftung Versunkene Geschichte im Wattenmeergebiet. Mehr zu: www.scez.nl.


    Gedenkfeier Cosmas und Damianflut (26. September 2009)
    Am Vormittag gab es in der Kirche zu Pogum eine Gedenkstunde. Im Nachmittag wurde an drei Stellen am Dollarddeich angefangen mit einem Deichevent. Abends wurde abgeschlossen mit eine Erzählung der Sturmflutgeschichte und das anleuchten mit Skybeamern von 15 damals versunkene Dollarddörfer. Mehr zu...


    Bericht aus Korea (20. September, 2009)
    Ein Niederländer, wohnhaft im Sud-Korea, berichtete dass er in den 80er Jahren des letztes Jhdts. bei eine kleine Ausgrabung bezogen war auf das Land eines Hofes bei Nieuw Beerta. Es wurden möglicherweise Reste einer Kirche oder eines Friedhofs angetroffen. Bis heute hat niemand darüber gesprochen. Wir haben Kontakt aufgenommen mit dem Provinzialarchäologe Henny Groenendijk.


    Dollard Symposium (19. September 2009)
    In Leer (D) fand ein Niederlandisch-Deutsches Symposium “Sturmflut 1509” statt. Mehr zu...


    Mittelalterliche Kugeltopfscherbe Mittelalterliche Kugeltopfscherbe gefunden
    Wattwanderer Rienk Dijkstra aus Pieterburen hat im Watt bei Ternaard das Fragment eines Kugeltopfes aus dem 12./13. Jahrhundert gefunden. Ob dieser Fund dem verschwundenen Dorfteil von Wierum oder einem Schiffsinventar zuzuordnen ist, ist schwierig zu entscheiden.
    Mehr zu Fundmeldungen.


    Vortragsveranstaltung in Leeuwarden (7. März 2009
    In Zusammenarbeit mit dem Natuurmuseum Fryslân fand eine Vortragsveranstaltung zum Thema „Geschichte des Küstengebiets“ in Leeuwarden statt. In dem gut gefüllten Filmsaal des Naturmuseums verfolgte ein Publikum von etwa 60 Zuhörern mit Interesse fünf Vorträge über die Geschichte der Küstenregion.
    Mehr dazu...


    Fundsichtung auf Ameland (20. November 2008)
    Für den 20. November hatte die Ameländer Stiftung Ouwe Pôlle zusammen mit der Stiftung Versunkene Geschichte einen Abend organisiert, an dem Finder von antiken Objekten die Möglichkeit hatten, ihre Funde einem Expertenteam vorzulegen. Beide Stiftungen hatten die Hoffnung, damit vielleicht etwas mehr Licht in einige (noch) dunkle Kapitel der Ameländer Geschichte bringen zu können. An jenem Abend erschienen an die hundert Interessierte. Rund dreißig der Anwesenden hatten Kartons mit Funden mitgebracht. Die Fachleute Drs. Evert Kramer (Fries Museum), Dr. Egge Knol (Groninger Museum) und Dr. Albert Oost (Rijkswaterstaat/Universität Utrecht) hatten alle Hände voll zu tun, um die vielen Stücke zu bestimmen und zu datieren. Zu etlichen Funden gab es spannende Geschichten zu erzählen. Mehr Information...


    Ausstellung über Bosch geschlossen (27. Oktober)
    Die auf Schiermonnikoog gezeigte Ausstellung über die Insel Bosch ist nach den Herbstferien wieder geschlossen worden. Die Ausstellung wurde von etwa 12.000 Interessierten besucht, die sich von der Präsentation überwiegend begeistert zeigten. Es wurden ca. 700 Ausstellungsführer verkauft. Von dieser speziellen Bosch-Ausgabe der Zeitschrift des Veranstalters „’t Heer en Feer“ stehen noch einige Exemplare für den Verkauf zur Verfügung.


    Dollart-Sturmflut 1509 (10. Oktober 2008)
    Das Programm zum Gedenken an die am 26. September 2009 fünfhundert Jahre zurückliegende Cosmas- und Damianflut, die zur maximalen Ausdehnung des Dollart und zum Untergang vieler Dörfer führte, gewinnt stets mehr an Gestalt.

    Zusammen mit der Ländlichen Akademie Krummhörn und anderen Institutionen werden verschiedene Aktivitäten vorbereitet. So wird im September 2009 ein Symposium zur Geschichte des Dollart stattfinden. Die Vorträge werden später in Buchform veröffentlicht. Am 26. September gibt es ein spektakuläres Multimedia-Ereignis an zwei Plätzen auf dem Deich, das die damals untergegangenen Dörfer im Dollart in den Mittelpunkt stellt. Zudem werden an vielen Orten Informationstafeln zur Geschichte des Dollart und bei Pogum ein Mahnmal aufgestellt. Das Groninger Museum und das Ostfriesisches Landesmuseum in Emden wollen 2010 Ausstellungen zum Thema veranstalten. Finanzielle Mittel zur Umsetzung dieser Pläne werden zurzeit beantragt.


    Untersuchungen auf Mandø (6. September 2008)
    Hidde Feenstra und Axel Heinze Am 6. und 7. September besuchten Leo Oorschot, Axel Heinze, Hidde Feenstra, Albert Buursma, Otto Knottnerus und Karel Essink die dänische Insel Mandø. An verschiedenen Stellen wurden Bohruntersuchungen durchgeführt (foto), um nach Überresten des verschwundenen Dorfes auf Gammel Mandø zu suchen. Leider wurden noch keine eindeutigen Spuren gefunden. Einige historische Quellen müssen noch einmal kritisch betrachtet werden.
    Beim Vadehavscentret (Wattenmeerzentrum) in Vester Vedstedt besteht Interesse, die durch Leo Oorschot für Mandø zusammengestellte Chronik herauszugeben, damit sie unter anderem als Unterrichtsmaterial für Schulen zur Verfügung steht.


    Der alte Friedhof von Nesserland (25. Juli 2008)
    Am 25. Juli besuchte eine sechsköpfige Gruppe unter der Leitung von Egge Knol den alten Friedhof von Nesserland, das einst zum Festland der „Provinz Groningen“ gehörte.

    Eingezwängt zwischen dem Emder Hafen, dem Stadtteil Transvaal und dem Volkswagenwerk liegen die von Bäumen und Sträuchern überwucherten Überreste der Wurt von Nesserland. Früher stand hier eine Kirche mit Friedhof. Die Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden verläuft von der Mündung der Westerwoldsche Aa in Richtung Kirchturm Nesserland. Nesserland gehörte bis ca. 1500, also vor der Entstehung des Dollart, zum Festland von R(h)eiderland. Damals floss die Ems in einer Schleife um Nesserland herum, direkt am Stadtkern von Emden entlang. Im Zuge der Cosmas- und Damianflut 1509 durchbrach die Ems das Reiderland, und Nesserland wurde zur Insel. Jedoch versandete das alte Flussbett allmählich, so dass Nesserland mit der Zeit ein Teil von Emden wurde.

    Etwa 1970 wurde der Friedhof das letzte Mal hergerichtet. Reste der damals angelegten Wege sind – mit einiger Mühe – noch heute zu erkennen. Ein Deckel von einem Sandsteinsarkophag befindet sich inzwischen in der Kapelle des nahe gelegenen Seemannsheims. Im Landesmuseum in Emden sind u. a. Gemälde und Karten zur Geschichte von Nesserland und Emden zu sehen. Im Museumsdepot in Emden-Borssum werden noch einige Grabsteine bzw. ihre Fragmente vom Friedhof Nesserland aufbewahrt.


    Natur- und Wattführertraining Terschelling (2. Mai 2008)
    Historiker Drs. Albert Buursma lieferte einen Beitrag zum Training von Freiwilliger beim Niederländischen “Waddenvereniging”. Er presentierte eine Übersicht der Bewohnungsgeschichte der niederländischen Wattenmeerinseln und zeigte Beispiele von historische Artefakten die auf den Strände und im Watt gefunden werden können.


    Historische Fundstücke von Fischern (26. April 2008)
    Historische Fundstücke von Fischern Wattfischer aus Zoutkamp brachten ihre historischen Fundstücke zur Identifizierung und Beurteilung durch ein dreiköpfiges Expertenteam ins Fischereimuseum in Zoutkamp. Dabei handelte es sich meistens um Gegenstände des täglichen Gebrauchs, die an Bord von Schiffen verwendet wurden, wie z.B. Tonpfeifen. Besonders hervorzuheben ist eine Münze, die warscheinlich aus dem Wrack der 1799 untergegangenen, mit Gold beladenen "Lutine" stammt. Vor 20 Jahren sind westlich von Schiermonnikoog auch Backsteine in einem Netz verfangen. Sie gehören möglicherweise zu einer versunkenen Schiffslast, vielleicht handelt es sich aber auch um Überreste des im 18. Jh. verschwundenen Dorfes Westerburen.


    Keine Finanzierung Waddenfonds (24 April 2008)
    Das verantwortliche Ministerium VROM berichtetet das unser Antrag vom Waddenfonds nicht honoriert wurde. Jedoch wurde empfohlen ein neuer und mehr umfassender Antrag ein zu reichen.


    Klöster im Harlingerland (6. April 2008)
    Im Rahmen des internationalen Symposiums in Aurich über die Rolle der Zisterzienser-Klöster in der Küstenlandschaft der Nord- und Ostsee präsentierte Dr. Axel Heinze ein Vortrag über den Einfluss der Klöster auf Wasserwirtschaft, Sielbau und Landeskultur in der Küstenlandschaft am Beispiel von Esens im Harlingerland (Ostfriesland).


    Vortrag Noordpolderzijl (3. April 2008)
    Dr. Axel Heinze (Esens, Ostfriesland) erzählte den Mitglieder der Groninger Wattwanderverein “Arenicola” über seine fast 30- Jahrige Erfahrungen im Watt. Er dokumentiert Funde, die nichts mit dem Naturraum Watt zu tun haben, sondern mit der Geschichte der menschlichen Nutzung dieses Raumes. Das sind zum Beispiel Fundstücke, die als Spuren der Schifffahrt in diesem Raum zu deuten sind, Reste von Schiffen oder Müll, der von Schiffen über Bord geworfen wurde. Der weitaus größte Teil meiner Funde sind allerdings archäologische Funde, die auf die Besiedlung dieses Raumes hinweisen. Das Watt hier war eine Marschenlandschaft, die von 350 vor Christus bis etwa 1500 nach Christus bewohnt und bewirtschaftet wurde. Man findet Keramikscherben, die in aller Regel datierbar sind, aber auch Tierknochen und menschliche Gebeine, Schlacken von Metallverhüttung, bearbeitete Hölzer, Baumaterialien von Kirchen und vieles andere. Noch wichtiger sind Spuren von menschlichen Aktivitäten. Es gibt Gräber, Brunnen, Ackerspuren, Grabensysteme, Torfstiche, Häuser und alles was dazugehört. Es war auch möglich Spuren eines Deiches zu dokumentieren und ein Siel von 1470 zu untersuchen.


    Spuren der Insel Bosch unter Schiermonnikoog gefunden! (März 2008)
    Am 22. März eröffnete Bürgermeister Bert Swart eine Ausstellung über die verschwundene Insel Bosch im Besucherzentrum von Schiermonnikoog. Dort werden nicht nur Informationen über die ehemalige Insel Bosch, sondern auch historische Fundstücke der Inselbewohner präsentiert. Der Begleitband zur Ausstellung gibt zudem Einblick in die Ergebnisse der Bodenradaruntersuchungen am Ostende der Insel, wo Bosch ehemals gelegen haben muss. Die Ausstellung ist noch bis Oktober diesen Jahres geöffnet.
  • Ergebnisse der Bodenradaruntersuchungen


    Versunkene Dörfer im Dollart (2) (25. Januar 2008)
    25. Januar 2008 In Nieuweschans arbeiteten 15 Interessenten aus den Niederlanden und Deutschland weiter am Entwurf für das Dollart-Projekt. Dabei einigte man sich auf folgende Leitlinien: (1) Im Herbst 2008 findet eine wissenschaftliche Tagung zur Entstehungsgeschichte des Dollart statt (Geologie, Landschaft, Besiedlung). (2) Im September 2009 wird eine Gedenkschrift zur Entstehung des Dollart erscheinen, die sich an ein breites Publikum richtet. (3) Ebenfalls im September 2009 finden zahlreiche Veranstaltungen rund um den Dollart statt, die sich vor allem um die versunkenen Dörfer drehen. (4) Für 2009 sind außerdem Ausstellungen in den am Dollart gelegenen Museen geplant. Die Arbeitsgruppe trifft sich wieder Ende Februar.


    Spektakuläre Funde auf Schiermonnikoog (20. November 2007)
    Am 20. November 2007 veranstaltete die Stiftung Versunkene Geschichte zusammen mit dem Schiermonnikooger kulturhistorischen Verein „’t Heer en Feer“ einen Abend, zu dem die Inselbewohner ihre Funde aus dem Watt bzw. vom Strand mitbringen und von den Archäologen Evert Kramer (Fries Museum, Leeuwarden) und Egge Knol (Groninger Museum, Groningen) begutachten lassen konnten. Durch eine solche Zusammenschau der verschiedenen Funde hoffen die Archäologen, der Vergangenheit sowie inzwischen verschwundenen Gebieten, wie z.B. der Insel Bosch, und der Entstehungsgeschichte der Insel auf die Spur zu kommen.
    Spektakuläre Funde auf Schiermonnikoog
    Eine unerwartet große Zahl von Findern steuerte viele verschiedene Fundstücke bei. Auch zahlreiche neugierige Besucher, die ohne Funde gekommen waren, verfolgten das Geschehen gespannt. Regionale Radio- und Fernsehsender (Fryslân und Noord) machten Aufnahmen, ebenso wie die Radiosendung AVRO am Mittag (Radio 1). Daneben waren der Leeuwarder Courant, das Dagblad van het Noorden und die Zeitschrift Noorderland vertreten.

    Bei dem ältesten Fund handelte es sich um eine ca. 7.000 Jahre alte Geweihaxt aus der Zeit, als Schiermonnikoog als Insel noch gar nicht existierte und der Meeresspiegel der Nordsee etwa 5 Meter tiefer lag als heute. Eine Überraschung waren eine Anzahl frühmittelalterlicher Keramikscherben aus der Periode 700-800. Es gab aber auch Gefäßfragmente aus der Zeit um 1300. Diese Keramikfunde deuten auf eine menschliche Besiedlung hin, deren Anfänge einige Jahrhunderte älter sind als bislang angenommen.

    Die Fundorte lassen eine auffallende räumliche Verteilung erkennen. Auf dem Ostteil der Insel wurden vor allem Funde aus dem 16. Jahrhundert und später geborgen, an der Westspitze dagegen auch viel ältere Funde. Und in der Mitte wurden ausschließlich fossile Knochen und die Geweihaxt angetroffen. Somit konnten wieder einige Puzzleteile aus der frühesten Geschichte der Insel Schiermonnikoog aneinandergefügt werden. Es muss davon ausgegangen werden, dass gleichermaßen interessante Funde auch auf anderen Inseln gemacht wurden, und zwar auch durch die Fischer im Watt. Grund genug, um auch anderen Orten „Fundabende“ zu veranstalten.


    Terramare

    Wissenschaftliche Tagung
    (6. Oktober 2007)

    Die Stiftung veranstaltete in Wilhelmshaven einen Tag zu historischen Forschungen an der internationalen Wattenmeerküste. Im Tagungssaal des Forschungszentrums Terramare wurden sechs Vorträge gehalten.
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    voorzitter Karel Essink Versunkene Dörfer im Dollart
    (31. August 2007)

    Die Stiftung veranstaltete ein „Brainstorming“ in Nieuweschans, bei dem die Möglichkeiten für ein Projekt zu diesem Thema ausgelotet werden sollten. Vierzehn Teilnehmer aus Deutschland und den Niederlanden waren der Einladung gefolgt. Es wurde beschlossen, den 500. Jahrestag der Cosmas- und Damianflut am 26. September 2009 in den Mittelpunkt zu stellen. Durch diese Sturmflut erreichte der Dollart seine maximale Ausdehnung.
    brainstormen Anhand geologischer, archäologischer und historischer Quellen kann ein deutlicheres Bild der Landschaftsentwicklung und Siedlungsgeschichte in der Dollartregion gezeichnet werden. Die Ergebnisse des Projekts sollen der Öffentlichkeit auf verschiedene Weise zugänglich gemacht werden. Im November wird wieder getagt, um weitere Schritte für die Projektplanung zu unternehmen. Sollten Sie Interesse an einer Mitarbeit haben, können Sie sich noch per E-Mail bei der Stiftung melden.


    Otto von der Gablentz verstorben (14. Juli 2007)
    Im Alter von 76 Jahren verstarb Otto von der Gablentz, Mitglied des Empfehlungskomitees für die Stiftung, in Amsterdam. Wir danken ihm für seinen Enthusiasmus, mit dem er die Zielsetzung der Stiftung, die deutsch-niederländische Gegenwart und Vergangenheit stärker miteinander zu verknüpfen, unterstützte.


    Rundbrief Nr. 1 (Mai 2007)
    (Deutsche Fassung)


    Extra-Seite auf waddenzee.nl (April 2007)
    Auf Initiative der Stiftung Versunkene Geschichte wurde auf der Website www.waddenzee.nl eine Extra-Seite angelegt, auf der der Besucher über die Bedeutung von Fundmeldungen an die jeweils zuständigen Institutionen aufgeklärt wird. Diese Seite ist über den Link www.waddenzee.nl/index.php?id=1695 zugänglich. Die Stiftung möchte damit erreichen, dass mehr Fundmeldungen der zahlreichen Besucher im Küstengebiet an die richtigen Stellen gelangen.


    Scherbe eines Kugeltopfs Begehung auf Rottumerplaat und Rottumeroog (März 2007)
    Dank der wohlwollenden Unterstützung der niederländischen staatlichen Forstverwaltung (Staatsbosbeheer) konnten einige Aktive der Stiftung Versunkene Geschichte am Wochenende des 10./11. März Rottumerplaat besuchen und am Wochenende darauf Rottumeroog. Das Ziel bestand darin, bei Niedrigwasser nach historischen Überresten zu suchen, die möglicherweise von der um 1550 verschwundenen Insel Bosch stammen könnten. Am Weststrand von Rottumerplaat wurde die Scherbe eines Kugeltopfs aus dem 12./13. Jahrhundert gefunden, die vermutlich aus einem Schiffswrack im Seegatt stammt.
    Mehr Informationen hierzu gibt es im Pressebericht des Staatsbosbeheer.


    Stiftung offiziell ins Leben gerufen (Januar 2007)
    Am 17. Januar wurde die Stiftung Versunkene Geschichte in einem notariellen Akt offiziell errichtet. Ein Tag später erfolgte der Eintrag bei der Handelskammer in Groningen.


    Wissenschaftliche Tagung (25. November 2006)
    Auf der ersten wissenschaftlichen Tagung der Stiftung, die im Museumhuis in Groningen stattfand, wurden anhand von vier Vorträgen die Möglichkeiten für eine deutsch-niederländische Zusammenarbeit in Forschungs- und Ausstellungsprojekten diskutiert.
  • Beate Kegler (Ländliche Akademie Krummhörn) berichtete über die Pläne für das deutsche Projekt „Versunkene Dörfer im Dollart“. Dabei handelt es sich um eine Theaterproduktion in der regionalen Mundart, die sowohl in Ostfriesland als auch in Ostgroningen aufgeführt werden soll.
  • Otto Knottnerus (Sozialhistoriker, Zuidbroek) präsentierte eine Übersicht über die Entstehungs- und Siedlungsgeschichte des Dollart und entwickelte dabei Anknüpfungspunkte für ein deutsch-niederländisches Dollart-Projekt.
  • Hidde Feenstra (Historiker, Warffum) sprach über die Pläne der Stiftung Versunkene Geschichte, die Geschichte der Beziehungen zwischen der Insel Schiermonnikoog und dem Festland (Marnegebiet, Friesland) zu untersuchen.
  • Dirk Meier (Univ. Kiel & Giessen; Verein für Dithmarscher Landeskunde) gab eine Übersicht über die archäologischen Untersuchungen an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste sowie über verschiedene noch offene Fragen.


    Exkursion nach Zeeland (Oktober 2006)
    Sechs begeisterte Stiftungsmitglieder unternahmen am 21./22. Oktober eine „Dienstreise“ zur Stichting Cultureel Erfgoed Zeeland (SCEZ, Stiftung Kulturerbe Zeeland), die sich unter anderem mit der Erforschung von mehr als hundert versunkenen Dörfern in Zeeland beschäftigt. Der Provinzialarchäologe hielt einen Vortrag über dieses Thema. Bei Niedrigwasser wurden in der Westerschelde (Nauw van Bath) einzelne freigespülte Überreste des am 5. November 1530 (St. Felixflut) untergegangenen Dorfes Oud-Rilland besucht.


    Untersuchungen auf Schiermonnikoog (Oktober 2006)
    Im Oktober 2006 bot sich die Gelegenheit, auf der Insel Schiermonnikoog mit einem so genannten Bodenradar nach Hinweisen auf die Lage der ehemaligen Insel Bosch (unter der Ostspitze) und des in der See verschwundenen Dorfes Westerburen zu suchen.
    Im östlichen Dünenkomplex wurden in einer Tiefe von 3-5 Metern Strukturen erfasst, die auf die Präsenz von im Boden verborgenen Objekten schließen lassen.
    Am Westerstrand wurden in der Nähe von Pfahl 2 in einer Tiefe von 2,5-3 Metern deutliche Störungen der Sedimentabfolge ausgemacht – möglicherweise ein Hinweis auf Objekte oder frühere Erdarbeiten. In beiden Fällen müssen Bohrungen durchgeführt werden, um mehr Informationen zu erhalten und die Bodenradarbilder besser interpretieren zu können.
    Mehr Information...

    Wo lag Bosch?

    Kolloquium in Warffum (Juni 2006)
    Am 23. Juni 2006 wurden die Ergebnisse des Pilotprojekts auf dem Kolloquium „Versunkene Geschichte – eine interdisziplinäre Suche nach einer unbekannten Vergangenheit“ vorgestellt. Ein zusammenfassender Artikel über die Suche nach der verschwundenen Insel Bosch ist in der Zeitschrift Stad & Lande veröffentlicht worden.


    Ausstellung in Warffum (24. Mai-20. August 2006)
    In dieser Zeit war im Freilichtmuseum Het Hoogeland die Ausstellung „Bosch, eine verschwundene Insel“ zu sehen.


    Exkursion ins Esenser Watt (Mai 2006)
    Am 14. Mai 2006 fand ein Besuch im Heimatmuseum Esens in Ostfriesland statt. Bei einer Wanderung im Watt bei Ostbense wurde nach Hinweisen auf eine ehemalige Besiedlung gesucht.