Die Stichting Verdronken Geschiedenis arbeitet zurzeit an folgenden Projekten:

Themenkomplex 1: regionale Studien

Punt van Reide
Dank der Unterstützung der Stichting Groninger Landschap konnte 2011-2012 Punt van Reide untersucht werden, ein Überbleibsel des ehemaligen linken Uferwalls der Ems. Anhand von aktuellen Höhendaten der AHN-Karten und Archivmaterial wurde nach Siedlungsspuren und Fortifikationsresten aus verschiedenen Perioden gesucht. Ein Teil des Geländes wurde mit Hilfe von Bodenradar untersucht, die Daten werden momentan ausgewertet. 2014 wird ein abschließender Bericht zum Projekt erscheinen.

Oude Weer
In der Nähe des Dorfes Den Andel (Nord-Groningen) wird seit einigen Jahren eine ehemalige Tiderinne untersucht, deren Reste noch als Wasserlauf Oude Weer im Gelände erkennbar sind. Mit Bohrungen und Bodenradar versuchen wir, die Geschichte dieser ehemaligen Tiderinne sowie des dazugehörigen alten Siels zu klären. Die erste Veröffentlichung

Versunkene Dörfer im Dollart – Sturmflut 1509
Im September 2009 wurde an die Cosmas- und Damianflut erinnert, die 500 Jahre zuvor die Emsdeiche durchbrach und durch die der Dollart seine größte Ausdehnung erreichen sollte. Am 26. September fand an drei Orten rund um den Dollart eine öffentliche Veranstaltung statt, in deren Rahmen 15 der mehr als dreißig untergegangenen Dörfer abends mit Skybeamern angeleuchtet wurden. Eine Woche vorher war in Leer ein Symposium zur Geschichte des Dollartgebiets abgehalten worden. Die Symposiumbeiträge sind veröffentlicht in ein Buch „Stormvloed 1509 – Geschiedenis van de Dollard”. Download hier auf dieser Website.

Geschichte der Insel Mandø
Zur geologischen Entstehungs- und zur Siedlungsgeschichte dieser kleinen Insel im dänischen Wattenmeer ist ein Bericht publiziert auf www.mandoe.eu.


Themenkomplex 2: Beziehungen zwischen Inseln und Festland

Geschichte des Emsmündungsgebiets
Dieses Jahr wurden zunächst die Umrisse eines neuen Forschungs- und Präsentationsprogramms zur historischen Entwicklung des Emsmündungsgebiets festgelegt. Geplant ist ein Programm, das sich wiederum aus mehreren Teilprojekten und -aktivitäten zusammensetzt. Dabei wird auch das Verhältnis zwischen den Inseln (Rottumeroog/Rottumerplaat und ihre Vorläufer) und dem Festland von Groningen ein Thema sein.

Zuiderzee – Wattenmeerküste 1400-1900
Die Stichting arbeitet mit am Entwurf eines interdisziplinären Projekts zur sozialwirtschaftlichen Bedeutung der weiträumigen maritimen Kulturlandschaft, die durch Zuiderzee und Wattenmeer geprägt wurde. Dabei sollen Handelsverbindungen, Schifffahrt sowie der Einfluss der geomorphologischen und ökologischen Dynamik in diesem Gebiet behandelt werden. Die Initiative für den Projektantrag bei der NWO liegt dabei bei der Rijksuniversiteit Groningen.

Beziehung Engelsmanplaat/Schiermonnikoog – Wierum
In diesem Projekt werden die Geo(morpho)logie und Kulturgeschichte des Wattengebiets zwischen dem Dorf Wierum und den Inseln Engelsmanplaat und Schiermonnikoog untersucht. Hierfür wurden einzelne Feldbegehungen bei Wierum und auf Engelsmanplaat durchgeführt sowie Archivmaterial gesichtet.